Festgefahrene Großwetterlage mit winterlichem Touch

Die Großwetterlage zum Samstag, 8. Januar 2022.

Nach dem äußerst warmen Start zu Beginn des Jahres gehen die Temperaturen nun sukzessive zurück, entscheidend ist hierbei die Großwetterlage, die sich nun einstellt.
Ein kräftiges Azorenhoch mit einem sehr hohen Kerndruck von etwa 1038 hPa bedient zwar einen recht aktiven Atlantik mit einer engen Isobarendrängung (Isobaren = Linien gleichen Luftdrucks, bei einer Drängung dieser Isobaren führt diese für erhöhtes Windaufkommen), es gibt eben auch noch ein Hoch über der Ukraine, was so einen richtigen Durchbruch der Tiefs und milden Luft von West her verhindert.
So schiebt das Hoch über der Ukraine kühle Luft in Richtung Mitteleuropa voran, das Tief über dem Mittelmeerraum schiebt feuchte Luft nach Mitteleuropa und der Tiefkomplex über dem Nordatlantik bringt für uns relevante feuchte Luft zu uns, die auch zeitweise arktisch angehaucht ist.
Rein vom Wetter her bedeutet das für uns windig, kühl, ungemütlich und häufig regnerisch.

Die Großwetterlage zum Donnerstag, 13. Januar 2022.

Das Azorenhoch wird sich im Laufe der nächsten Woche weiter in Richtung Mitteleuropa verlagern. Damit wird sich dieses Hoch auch entscheidend für unser Wetter auswirken. Das Nordatlantik-Tief zieht sich in Richtung Grönland / Island zurück, womit das Hoch auch leicht blockierend für den Atlantik wirken kann. Es bleibt aber bei dem Randtief über Skandinavien, womit wir auch weiterhin mit kühler und feuchter Luft aus Nordwest bedient werden.

Die Großwetterlage zum Dienstag, 18. Januar 2022.

Bis zum 18. Januar bleibt uns das kühle Wetter weiter erhalten. Das Azorenhoch kehrt wieder zu seinen Wurzeln zurück und schickt ein Ableger-Hoch nach Südosteuropa. Island-Tief macht selbiges, das Randtief über Skandinavien bleibt ebenfalls dort und somit bleiben wir weiterhin in einer eher nordwestlichen Strömung mit immer wieder Regen, zahlreichen windigen Phasen und nur zwischenzeitlicher Chance für Sonne.

Niederschlagssummen bis 18. Januar 2022.

Dies erkennen wir auch ganz gut an den Niederschlagssummen für die kommenden 16 Tage. Zwar ist hier auch der Dienstag mit rund 15-20 Liter pro m² noch mit eingerechnet, aber alleine anhand der Nordseeregion können wir erkennen, wo die feuchte Luft mittelfristig herkommen wird. Eine trockene Phase ist also nicht in Sicht, die Temperaturen werden dabei aber eher seltener unter 0 °C wandern, womit die Niederschläge zumeist als Regen fallen werden.

  1. Avatar von Unbekannt

    Hallo Jens, ich bekomme seit einiger Zeit leider keinen Newsletter mehr von dir, muss ich den neu abbonieren? liebe grüße…

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  4. Avatar von tranquilpleasantly16cc7a152c
  5. Avatar von Unbekannt

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