Mittelfristig Hauch von Frühling

Wer derzeit die Apps der eigenen Handys durchforstet, wird beispielsweise auf so etwas stoßen: ☀️ 12 °C. Zugegebenermaßen ist das natürlich noch kein Frühling, aber zumindest wettertechnisch geht es dafür in die richtige Richtung und die Großwetterlage scheint an so etwas zu basteln.

Denn diese zeigt zum 1. März (Dienstag nächster Woche) ein kräftiges Hoch über Osteuropa, welches auf seiner Westseite die warme Luft vom Atlantik mit zu uns zieht. Damit steigen die Temperaturen „nur“ auf 1 °C in 1.500 Meter Höhe, aber das reicht zur derzeitigen Jahreszeit locker für zweistellige Werte.

Wie stabil ist diese Wetterlage? Dazu können mal einen Blick auf die Kaltluftblase südlich des Hochs schauen, die um die Adria herum eiert. Da diese eben südlich des Hochs liegt und auch in der Höhe kalt angereichert ist, wird dieses hoch diese kalte Luft nach Westen schieben, wir gelangen im Anschluss also in den Einfluss von Höhenkaltluft, was Regenschauer mit Graupel zur Folge haben würde. Dies erkennen wir auch an dem Ensemble ganz gut.

Hier seht ihr den 16-Tage-Trend des amerikanischen GFS in Diagramm-Form.
Oben seht ihr die Prognosen der Modellberechnungen vom 23. Februar 2022 für die Luftmassentemperaturn in 1.500 Meter Höhe.
Unten seht ihr die Prognosen der Niederschläge.
Die rote Linie zeigt hierbei das Mittel aus den Jahren 1981-2010.
Die weiße Linie zeigt das Mittel aller Modellberechnungen, die ihr in bunt seht.
Wichtig ist hierbei häufig die dicke grüne und dicke blaue Linie, die den Haupt- bzw. Kontrolllauf symbolisieren, die mit den besten Berechnungsgrundlagen ausgestattet sind.
Bildquelle: wetterzentrale.de (GFS)

Während die Temperaturen jetzt nochmal richtig absinken zum Freitag und Samstag, entsteht danach ein Wärmeberg, den ich oben schon anhand der Großwetterlage gezeigt habe. Danach befinden wir uns etwas an einem Scheideweg. Während die meisten Modelle nach oben abhauen und auch das Mittel der Modellläufe wieder milder wird rund um den 4. März. Hingegen haut der Hauptlauf nach unten ab und bleibt bei dem Ostwindwetter mit vielen sonnigen Phasen, aber kühlen Temperaturen.

Damit scheint ein nachhaltiger Start in den Frühling recht unwahrscheinlich, weil die kalte Luft aus Osteuropa nochmal in Richtung Mitteleuropa drücken wird. Und damit liegen wir durch die teils klaren Nächte noch näher an frostigen Nächten als an nachhaltigem Frühling, Ende Februar / Anfang März halt.

Bild- und Datenquelle: wetterzentrale.de (GFS)

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