Hier seht ihr den 10-Tage-Trend des europäischen ECMWF in Diagramm-Form.
Oben seht ihr die Prognosen der Modellberechnungen vom 15. April 2022 für die Luftmassentemperaturn in 1.500 Meter Höhe.
Unten seht ihr die Prognosen der Niederschläge.
Die rote Linie zeigt hierbei das Mittel aus den Jahren 1981-2010.
Die weiße Linie zeigt das Mittel aller Modellberechnungen, die ihr in bunt seht.
Wichtig ist hierbei häufig die dicke grüne und dicke blaue Linie, die den Haupt- bzw. Kontrolllauf symbolisieren, die mit den besten Berechnungsgrundlagen ausgestattet sind.
Bildquelle: wetterzentrale.de (ECMWF)
Als ich soeben mal in die Ensembles geschaut habe, ist mir etwas interessantes aufgefallen. Mit Blick auf die dicke grüne Linie scheint der Hauptlauf etwas vorzuhaben, denn dieser haut plötzlich zum 23. April nach oben ab und Temperatursphären, die bei uns 25+ °C Temperaturen bringen würden.

Und genau diese Wetterlage steckt dahinter. Ein Hochblock über Osteuropa, ein Tief vor der Biscaya und somit entsteht ein Warmluftvorstoß aus dem nordafrikanischen Sahara-Raum zu uns. Wärmer geht es dann nicht mehr für die Jahreszeit.
Mit Blick auf das Diagramm ist der Hauptlauf zwar zu dem Zeitpunkt alleine, in den nachfolgenden Tagen wird genau diese Wetterlage auch von anderen Berechnungsmodellen des ECMWF berechnet.
Das amerikanische GFS ist da im Übrigen verhaltener, womit so ein Sommerstart im April keineswegs sicher scheint. Aber zumindest ist auch hier der Temperaturtrend über dem des langjährigen Mittels und somit äußerst frühlingshaft.
Zu guter letzt noch ein Blick auf die Niederschläge. Die scheinen ab dem 21. März wieder deutlich zuzunehmen, zu meist in Form von Schauern. Die Hauptläufe von GFS und ECMWF wollen davon nichts wissen und die Trockenheit weiter voranschreiten lassen. Da kommen Erinnerungen an den April 2020 wieder hoch.
Datenquelle: wetterzentrale.de (GFS, ECMWF)


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