Nun wird es hitzig.

Der gestrige Dienstag hat schon mal so langsam auf das eingestimmt, was uns nun in den kommenden Tagen erwarten wird. Viel Sonne, trockene Luft und „hohe Temperaturen“. Dazu eine hohe Sonnenbrand- und Sonnenstichgefahr. Mit 15,8 °C lagen wir unter dem langjährigen Mittel aus 30 Jahren für einen 14. Juni (-1,5 °C), maximal stiegen die Temperaturen auf 22,8 °C an. Dazu gab es knapp 15 Sonnenstunden.

Von Südwesten her lauert nun die heiße Luft, die allen voran in der Höhe schon in Form des erhöhten Geopotentials bei uns angekommen ist. Was die Isobaren in 5.500 Meter Höhe (Linien gleichen Luftdrucks) angeht, liegt bereits die 576er über uns. Das bedeutet, dass die Ebene von der Luft in 5.500 Meter Höhe um gut 240 Meter nach oben angehoben ist, womit wir auf die Temperaturen nach unten hin nochmal 2,4 °C drauf rechnen können. Was bei 5.500 Meter Höhe relativ wenig Sinn macht, aber es macht die Luft um einiges stabiler.
Heute war es wieder sehr sonnig und die Temperaturen stiegen gerundet auf bis zu 28 °C an.
Die kommenden Tage im Überblick:
| Tag | Tageszeit | Wetter | Temperatur | Regen | Wind |
|---|---|---|---|---|---|
| Donnerstag | morgens mittags abends | 🌤️ 🌤️ ☁️ | 17 °C 25 °C 23 °C | ||
| Freitag | morgens mittags abends | 🌥️ ☁️ ☁️ | 19 °C 24 °C 27 °C | ||
| Samstag | vormittags nachmittags | ☀️ ☀️ | 29 °C 34 °C | ||
| Sonntag | vormittags nachmittags | ☁️ 🌥️ | 30 °C 30 °C | <1 Liter 2 Liter | |
| Montag | tagsüber | 🌥️ | 20 °C | 1 Liter | |
| Dienstag | tagsüber | 🌤️ | 24 °C | ||
| Mittwoch | tagsüber | 🌦️ | 22 °C | 3 Liter |

Kurz mal etwas anderes: In 12 Tagen ist Siebenschläfer-Tag. Wir wissen ja bereits, dass die Großwetterlage vom 27. Juni 7 Wochen bestand haben wird, aber nur die sich zu diesem Zeitpunkt einpendelnde Großwetterlage. Und diese Wetterlage wäre der „Tot“ für jegliche Hochsommerhoffnung für einen großen Teil des Sommers 2022. Ein Tief über Skandinavien, das uns bodennah Temperaturen von unter 20 °C bringen würde, mit den entsprechenden Niederschlägen. Das dröseln wir dann aber nochmal gemeinsam nach meinem kurzen Urlaub in der kommenden Woche auf.
Oben seht ihr die Prognosen der Modellberechnungen für die Luftmassentemperaturen in 1.500 Meter Höhe.
Unten seht ihr die Prognosen der Niederschläge.
Die rote Linie zeigt hierbei das Mittel aus den Jahren 1981-2010.
Die weiße Linie zeigt das Mittel aller Modellberechnungen, die ihr in bunt seht.
Wichtig ist hierbei häufig die dicke grüne und blaue Linie, die den Haupt- bzw. Kontrolllauf symbolisieren, die mit den besten Berechnungsgrundlagen ausgestattet sind.
Quelle: wetterzentrale.de
Mit Blick auf das hintere Bildrand, um das kurze Abweichen zu komplettieren, geht der Hauptlauf nach dem 27. Juni deutlich mit den Temperaturen nach oben. Also bleibt gewiss nicht 7 Wochen kalt und wechselhaft.
Die Modelle gehen zum einen für den Samstag / Sonntag von etwa 19 °C in 1.500 Meter Höhe aus, also 34 °C bei uns am Erdboden als Höchstwerte. Danach gehen die Temperaturen wieder zunehmend zurück, aber so den harten Cut mit einem kurzen aber deutlichen Abfall der Temperatur gibt es wohl erstmal nicht. Danach gibt es nicht mehr ganz so viele Niederschlagssignale wie noch zuletzt. Viel interessanter ist aber, dass dieser Wechsel der Luftmassen von heiß auf kalt ohne nennenswerte Niederschläge vonstatten gehen soll.
Oben seht ihr die Prognosen der Modellberechnungen für die Luftmassentemperaturen in 1.500 Meter Höhe.
Unten seht ihr die Prognosen der Niederschläge.
Die rote Linie zeigt hierbei das Mittel aus den Jahren 1981-2010.
Die weiße Linie zeigt das Mittel aller Modellberechnungen, die ihr in bunt seht.
Wichtig ist hierbei häufig die dicke grüne und blaue Linie, die den Haupt- bzw. Kontrolllauf symbolisieren, die mit den besten Berechnungsgrundlagen ausgestattet sind.
Quelle: wetterzentrale.de
Das europäische Modell haut 35 °C raus, der Austausch der Luftmassen geht etwas ruppiger vonstatten, aber auch hier ist der Niederschlag sehr überschaubar. Ich bin über die aktuellen Modellberechnungen etwas überrascht, dass so wenig Bumms hinter diesem Luftmassenaustausch sein soll. Allgemein lässt sich beim ECMWF aber festhalten, dass der Rückgang etwas ruppiger, das Temperaturniveau und der Niederschlag nach dem Rückgang etwas höher.

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