Wochenendrückblick, Wettervorhersage 20.06. – 27.06., Ausblick + Niederschlagssummen

Von heiß auf kühl auf warm auf kalt.

Temperaturverlauf in rot, Taupunktverlauf in blau vom 16.06.2022 | Quelle: mtwetter.de

Zunächst der Rückblick auf die letzten Tage. Der Donnerstag zeigte sich äußerst freundlich und mit 24,8 °C gab es nahezu einen Sommertag. Dazu schien die Sonne bis auf den Abend nahezu durchgängig, nur einzelne Wolkenfelder waren am Himmel unterwegs. Mit 19,1 °C als Tagesmittel lagen wir auch wieder über dem langjährigen Mittel der vergangenen 30 Jahre für einen 16. Juni (+1,4 °C).

Temperaturverlauf in rot, Taupunktverlauf in blau vom 17.06.2022 | Quelle: mtwetter.de

Der darauffolgende Freitag brachte uns dann wieder einen Sommertag, mit 29,8 °C gab es nahezu einen Hitzetag. Auch hier zeigte sich das Wetter mit 13 Sonnenstunden sehr freundlich, auch wenn gerade in hohen Luftschichten viele Wolken unterwegs waren, so dass der Himmel so ein bisschen milchig-matt erschien. Mit 22,0 °C gingen die Temperaturen nochmal ein gutes Stück nach oben, abweichend zum Mittel lagen wir bei +4,1 °C für einen 17. Juni.

Temperaturverlauf in rot, Taupunktverlauf in blau vom 18.06.2022 | Quelle: mtwetter.de

Dann kam der Hitze-Samstag mit maximal 33,5 °C. Der Wert überrascht vermutlich etwas, hatten die Modelle ja 34-35 °C ausgespuckt und ich hätte auch 36 °C nicht ausgeschlossen. Aber der Himmel zeigte sich ähnlich wie am Freitag nicht komplett wolkenlos. Mit 26,9 °C im Mittel erlebten wir den wärmsten Tag des Jahres bis dato, +8,8 °C im Vergleich zu den vergangenen 30 18. Juni-Tagen.

gestriger Temperaturverlauf in rot, Taupunktverlauf in blau | Quelle: mtwetter.de

Gestern gingen die Temperaturen dann erwartungsgemäß schon deutlich zurück. Die Nacht war schon etwas kühler als die vorherige, tagsüber wechselten sich dann sonnige und wolkige Phasen ab. Im Verlauf des Abends kamen vereinzelte Regenfälle hinzu. 18,5 °C gab es im Mittel, was gut 2,0 °C über dem langjährigen Mittel liegt. Und damit war Düsseldorf ausnahmsweise mal dem Flächenmittel von NRW gleich, normalerweise gehört Düsseldorf zu den wärmeren Flecken unserer Bundeslandes.

heutige Großwetterlage | Quelle: wetter3.de

Anhand der Großwetterlage können wir ganz gut erkennen, in welchen Phären wir uns tummeln. Östlich von uns liegt noch die hochreichende Heißluft, nördlich von uns liegt ein kleines Höhentief mit einer ausgewachsenden Kälteblase in 5.500 Meter Höhe. Diese streift uns, Schauer dürften wir aber nicht zu erwarten haben. Zwischen diesen beiden Luftmasse entsteht eine Luftmassengrenze, die uns in der vergangenen Nacht überquerte. Von Südwesten her kündigt sich die nächste warme Luftmasse an.
Heute startete der Tag recht verhalten, im Laufe des Mittags reißt der Himmel auf und die Sonne kommt neben einzelnen Quellwolken wieder zurück. Dazu ist es deutlich kühler geworden, maximal 23 °C erwarten uns bei klarer Luft. Durch den Sonnenstand besteht eine hohe Sonnenbrand- und Sonnenstichgefahr, weil wir die Kraft der Sonne unterschätzen.

Die kommenden Tage im Überblick:

TagTageszeitWetterTemperaturRegenWind
Dienstagmorgens
mittags
abends
🌥️
🌥️
🌥️
15 °C
25 °C
20 °C




Mittwochmorgens
mittags
abends
🌥️
🌤️
☀️
18 °C
27 °C
27 °C




Donnerstagvormittags
nachmittags
🌤️
🌥️
27 °C
30 °C


Freitagvormittags
nachmittags
🌧️
⛈️
18 °C
22 °C
12 Liter
4 Liter

Samstagtagsüber27 °C2 Liter45 km/h
Sonntagtagsüber22 °C33 km/h
Montagtagsüber24 °C
Großwetterlage mit Geopotential in 5.500 Meter Höhe sowie dem Bodendruck zum 01. Juli | Quelle: wetterzentrale.de

Eine sich rund um den Siebenschäfer-Tag (27. Juni) sich einpendelnde Großwetterlage hat häufig einen recht stabilen Charakter. Deshalb habe ich mal ein paar weiter geschaut und bin dabei auf folgende Wetterlage gestoßen. Wir haben ein kräftiges Hoch weiter draußen auf dem Atlantik, vor der iberischen Halbinsel kann sich deshalb tiefer Luftdruck einnisten und erneut die Hitzemaschine aus Nordafrika anwerfen. Das Hoch über Mittel-/Osteuropa liegt über Belarus und zieht diese Hitze mit nach Norden. Wir liegen genau dazwischen am Rande der -15 °C Isotherme (Linien gleicher Temperaturen), was auf eine schauer- und gewitterreiche Witterung hindeutet.

Hier seht ihr den 16-Tage-Trend des amerikanischen GFS in Diagramm-Form.
Oben seht ihr die Prognosen der Modellberechnungen für die Luftmassentemperaturen in 1.500 Meter Höhe.
Unten seht ihr die Prognosen der Niederschläge.
Die rote Linie zeigt hierbei das Mittel aus den Jahren 1981-2010.
Die weiße Linie zeigt das Mittel aller Modellberechnungen, die ihr in bunt seht.
Wichtig ist hierbei häufig die dicke grüne und blaue Linie, die den Haupt- bzw. Kontrolllauf symbolisieren, die mit den besten Berechnungsgrundlagen ausgestattet sind.
Quelle: wetterzentrale.de

Kontrollieren wir das anhand der Ensembles und nehmen uns erstmal das amerikanische GFS vor. Erstmal steuern wir nun wieder auf einen Wärmeberg zu mit Temperaturen an die 30 °C, danach gibt es Schauer und Gewitter und eine erneute Abkühlung auf ein Temperaturniveau des heutigen Montags. Danach gibt es wieder Modelle, die einen deutlichen Anstieg der Temperaturen berechnen, wie wir es vorhin schon mit der Großwetterlage bespochen haben. Das aber immer in Begleitung von Schauern und Gewittern, teils mit Ausschlägen von 20 Liter pro m².

Hier seht ihr den 16-Tage-Trend des europäischen ECMWF in Diagramm-Form.
Oben seht ihr die Prognosen der Modellberechnungen für die Luftmassentemperaturen in 1.500 Meter Höhe.
Unten seht ihr die Prognosen der Niederschläge.
Die rote Linie zeigt hierbei das Mittel aus den Jahren 1981-2010.
Die weiße Linie zeigt das Mittel aller Modellberechnungen, die ihr in bunt seht.
Wichtig ist hierbei häufig die dicke grüne und blaue Linie, die den Haupt- bzw. Kontrolllauf symbolisieren, die mit den besten Berechnungsgrundlagen ausgestattet sind.
Quelle: wetterzentrale.de

Das ECMWF sieht das im Grunde ähnlich, auch hier gibt es nun erstmal den Wärmeberg, anschließend Abkühlung mit Schauern und Gewittern und deutlich mehr Niederschlag bis zum 28. Juni. Auch danach erwärmt sich die Luft wieder, aber alles nach wie vor von Schauern und Gewittern begleitet.

Niederschlagssummen nach dem GFS bis 6. Juli | Quelle: wetterzentrale.de

Deshalb werfen wir abschließend noch einen Blick auf die Niederschlagssummen. Gut 40 Liter pro m² sollen in den kommenden 16 Tagen nach dem amerikanischen Wettermodell zusammenkommen, das ECMWF sieht das im Prinzip ähnlich, hier sind die Abweichungen örtlicher Natur, weil das ECMWF die konvektiven Niederschläge (örtlich begrenzt) etwas feinmaschiger berechnet.

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