In den kommenden Tagen wird es häufig regnerisch und teils windig werden, mittelfristig bleibt es wechselhaft.
Wetter für die kommenden Tage:
Der heutige Freitag bringt uns dichte Wolken, im Laufe des Nachmittags steigt das Schauerrisiko an. Am Abend reißen die Wolken zwischen den Schauern auf und die Sonne kommt heraus bei Höchstwerten bis 20 °C.
Am morgigen Samstag regnet es aus der Nacht heraus bis in den Vormittag hinein. Es scheint wohl, als würde das Regenband mit dem intensiven Dauerregen südöstlich vorbeiziehen, sodass es in der Nacht und am Morgen bei Schauern bleiben dürfte, die zum Teil kräftig ausfallen können. Wenn der Regen vorbeigezogen ist, reißen die Wolken auf und der Wind legt zu mit Spitzenböen bis 55 km/h. Die Temperaturen bewegen sich bei 13-18 °C.
Der Sonntag bringt uns erneut dichte Wolken mit teils kräftigen Schauern von morgens bis zum Nachmittag. Zwischendurch zeigt sich die Sonne bei 12-19 °C. Am Abend ziehen neue Schauer auf und es setzt Regen bis in die Nacht zum Montag ein.
Am Montag selbst bleibt es wolkenreich, ab dem Nachmittag erwarten uns teils kräftige Schauer und vereinzelte Gewitter mit möglichem Starkregen bei schwülen 13-21 °C.
Sommerausblick:
Bevor ich mich nun dem widme, was sich so im Bezug auf die Prognosen für den weiteren Sommer 2024 sagen lässt, möchte ich auf eine Sache hinweisen. Das analysieren und zusammenfassen von Langfristmodellen ist nicht dafür geeignet, um das exakte Wetter für einen jeweiligen Zeitpunkt wiederzugeben. Es geht um die Grundstruktur der Großwetterlagen, die berechnet werden und in wie fern sich dies bei nachfolgenden Modellläufen wiederholt.
Beginnen möchte ich mit dem NOAA- und dem ECMWF-Modell und dies mit dem CFS prüfen.

Nach dem amerikanischen NOAA-Modell soll der Juli 2024 wohl gemäß dem langjährigen Mittel durchschnittlich ausfallen, der August 2024 hingegen leicht zu warm.

Was den Niederschlag angeht, soll der Juli 2024 ebenfalls durchschnittlich bis leicht zu nass und der August zu trocken ausfallen.

Das europäische ECMWF mit seinem Langfristmodell berechnet einen leicht zu warmen Juli 2024, im Prinzip vernachlässigbar und somit durchschnittlich. Dahinter steckt eine kalte erste Julihälfte und eine mildere bis heiße zweite Julihälfte kurz vor dem Übergang in die Hundstage Anfang August.

Der August 2024 soll demnach etwas milder ausfallen als zum langjährigen Mittel und in der Abweichung zum langjährigen Mittel auch wärmer ausfallen als der Juli 2024, was sich auch mit dem NOAA-Modell deckt.

Was den Niederschlag betrifft soll der Juli leicht zu nass ausfallen, aber auch hier können wir die Abweichung vernachlässigen. Ein durchschnittlicher Juli 2024 nach dem europäischen ECMWF. Auch hier lässt sich eine eher nassere Witterung für die erste Julihälfte ersehen und eine trockenere Witterung für die zweite Julihälfte.
Der August soll tendenziell eher etwas trockener ausfallen, aber auch hier vernachlässigbar. Der August 2024 dürfte was den Niederschlag angeht auch eher durchschnittlich ausfallen.
Dann schauen wir mal, was das CFS dazu sagt. Die vier einzelnen Berechnungsläufe von 6, 12, 18 und 0 Uhr werde ich jetzt nachfolgend beschreiben und anschließend ein kurzes Fazit ziehen.
CFS-Modell – 13. Juni, 6er Lauf:
In den kommenden Tagen bleibt es bei wechselhaftem und kühlen Wetter bis zum 20. Juni, wobei hier ein kurzer Hitzepeak zum 19. Juni lauern könnte. Da kann ich zumindest schon mal sagen, dass die großen globalen Modelle dies auch zwischendurch berechnet haben, das aber nun wohl nicht kommen wird.
Zum 23. Juni soll sich ein Hoch über uns legen, womit es vorübergehend trockener und wärmer werden soll, zum Teil heiß. Über dem südlichen Alpenraum liegt hingegen ein Höhentief, sodass es bei uns weiterhin kein stabiles Wetter geben dürfte.
Dieses Hoch wird nachfolgend abziehen und vom Azorenhoch ausgehend soll sich immer wieder Hochdruck etablieren bis zum 9. Juli, allerdings bleibt dieser Hochdruck südwestlich von uns. Das bedeutet, dass wir in einer nordwestlichen Strömung bleiben würden mit instabilem Wetter, sodass immer wieder kühlere Luft und Regen von Nord her zu uns ziehen können.
Ab dem 10. Juli soll sich bis Ende Juli erneut Tiefdruck durchsetzen und uns ein ähnliches Wetter bringen, was wir bisher kannten vom Juni. Immer wieder kühlere Luft und Regen von Nordwest.
Rund um die Hundstage Anfang August soll sich dann Hochdruck bei uns etablieren und gegen den Tiefdruck aus Nord ankämpfen mit ein paar Tagen freundlichem und heißen Wetter, ehe der Hochdruck zum 12. August wieder einbricht und sich wieder Tiefdruckwetter durchsetzt.
Der restliche August bringt dann einen Wechsel aus Zwischenhochphasen mit kurzer Hitze und anschließendem Tiefdruckdurchbruch mit kühleren Temperaturen und Regen, damit auch erhöhte Unwettergefahr durch die entstehenden Luftmassengrenzen zwischen heißer Luft und den Kaltfronten der Tiefs.
CFS-Modell – 13. Juni, 12er Lauf:
Der 12er Lauf macht Tiefdruckwetter bis zum 21. Juni, danach versucht sich instabiles Hochdruckwetter durchzusetzen. Bis zum 7. Juli soll sich demnach hoher Luftdruck am Boden durchsetzen, in der Höhe bleibt die Luft aber weiter labil und es gibt immer wieder Tiefdruckdurchbrüche mit vorübergehend kühlerer Luft, allen voran gekennzeichnet durch Schauer und Gewitter.
Anschließend werden wir in eine Sumpfwetterlage kommen, bei dem ein Keil des Azorenhochs nach Mitteleuropa zieht, in der Höhe bleibt die Luft allerdings instabil und somit gibt es weiterhin immer wieder kurze regnerische Phasen. Durchgehend blauer Himmel über mehrere Tage ist somit kaum möglich und es gibt immer wieder Schauer.
Zu Anfang August soll sich ein Hoch bei uns auch in der Höhe durchsetzen und kurzzeitig Hitze bringen. Dabei wird sich das Hoch eher westlich von uns positionieren, womit die große Hitze an uns vorbeiziehen sollte. Dieser Hochdruck etabliert sich bis zum 19. August, danach bricht der Hochdruck ein und Tiefs von Nord beenden den Hochsommer 2024.
CFS-Modell – 13. Juni, 18er Lauf:
Die sich nun einstellende wechselhafte Witterungsphase soll nach dem 18er Lauf bis zum 25. Juni anhalten mit kühlem und nassem Wetter, welches durch einen kurzen Hitzepeak rund um den 20. Juni kurzzeitig unterbrochen werden soll.
In Richtung 30. Juni soll sich ein Hoch über Skandinavien etablieren, im Rücken des Hochs über Mitteleuropa soll sich ein Höhentief einfinden und für zahlreiche Schauer und Gewitter mit entsprechender Unwettergefahr sorgen.
Diese Wetterlage wird nur kurz bestand haben, ehe sich bis zum 18. Juli wechselhaftes Nordwestwetter durchsetzt und die bisherige Wetterlage weiter fortsetzen würde. Dabei kommt die Luft meist eher aus Nordwest und ist somit kühl und wechselhaft, in Richtung Mitte Juli dreht die Strömung auf Südwest. Die Luft wird folglich wärmer und schwüler mit Schauern und Gewittern.
Diese explosive Wetterlage soll sich bis Anfang August halten, dann wird sich die Wetterlage umstellen und ein Hoch bringen, welches uns auf seiner Nordostseite verhungern lässt. Die Schauer und Gewitter ziehen demnach zwar ab, aber so richtig schön und warm würde es demnach trotzdem nicht werden. Teils freundliches mit vielen Wolkenfeldern wäre die Folge.
Nach dem 18er Lauf sollen ohnehin die Hundstage ausfallen, denn bis Mitte August würden sich wechselhafte Lagen mit Tiefs mit schwachen Hochs mit kurzen wärmeren Phasen abwechseln.
Für den Rest des Augusts soll sich ein Hoch über Großbritannien legen mit einer nordöstlichen Strömung, die in der Höhe labil wäre und es somit weiterhin anfällig für Schauer und Gewitter bleiben würde.
CFS-Modell – 14. Juni, 0er Lauf:
Der neueste 0er-Lauf lässt die wechselhafte Phase zum 21. Juni enden und danach setzt sich kurzes Zwischenhochwetter mit ein paar schönen und warmen Tagen, eher der Tiefdruck von Nordwest wieder durchbricht.
Bis zum 7. Juli sollen wir unter schwachem Hochdruckeinfluss liegen mit labilem Höhentiefdruck, der immer wieder Schauer und Gewitter bringen würde. Vermutlich wäre da eher der Osten von Deutschland betroffen als wir, bei uns wäre es dennoch häufig wolkenreich bei vereinzelten Schauern.
Bis zum 22. Juli wäre das Wetter geprägt von Tiefdrucksystem, die durchziehen würden, die von kurzen Zwischenhochs abgelöst werden und kurzzeitig freundliches und warmes Wetter bringen würden.
Für Ende Juli soll sich das Hoch über den Azoren mit einem Keil zu uns bewegen und wir würden wieder an der Nordwestflanke liegen mit gemäßigten Temperaturen, das Wetter wäre anfällig für zwischenzeitliche Tiefdruckeinbrüche mit Regen und Schauern.
Der August wäre demnach geprägt von Hochdruck über Nordwesteuropa und Höhentiefs bei uns, was schwüles Schauer- und Gewitterwetter mit Unwetterpotential bedeuten würde. Erst zum Ende des Augusts würde ein Tief von Nordwest in Richtung Mitteleuropa ziehen und die Unwettergefahr vertreiben.
Fazit:
Wenn wir das NOAA-, das ECMWF-Modell und die 4 CFS-Läufe miteinander vergleichen, dann scheint ein stabiler Sommer 2024 unwahrscheinlich zu sein. Gerade das NOAA und das ECMWF deuten auf eine Großwetterlage hin, die vom Azorenhoch mit seinem Keil nach Mitteleuropa geprägt sind. Interessanter Weise sind dort keine Wetterlagen vorhanden, die von Höhentiefs geprägt sind. Mit Blick auf den 6er Lauf von gestern könnte das durchaus gestützt werden, der 12er Lauf macht dies insbesondere für den Juli und die erste Augusthälfte ebenso. Der 18er und der 0er Lauf sehen das weniger so, demnach soll der Keil des Azorenhochs eher nach Skandinavien oder Großbritannien ausbüxen und wir in eine höchst labile Luftmasse kommen mit Schauer und Gewitter und entsprechender Unwettergefahr.
Festhalten lässt sich daher, dass die Großwetterlage des Sommers 2024 kaum eine stabile Hochdrucklage mit Sonne und warmen bis heißen Temperaturen und blauem Himmel über mehr als 2-3 Tage zulassen dürfte. Der Unterschied der Wetterlagen wird darin liegen, ob wir am Keil des Azorenhochs liegen und somit Nordwestwetter mit kurzen sonnigen und warmen Phasen mit kühlen und regnerischen Phasen bekommen würden oder Höhentiefs bei uns für Ungemach sorgen. Ich behalte das mal im Auge und werde berichten, sofern sich daran etwas ändern sollte.
Abspann:
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