Wetterprognose 12.12. – 16.12. + Weihnachtstrend

Nebel und Hochnebel dominieren, dann dreht der Wind.

In der kommenden Nacht bleibt es bedeckt, oberhalb von 100 Meter Höhe bildet sich dichter Nebel bei Temperaturen von -1 °C.

Am morgigen Donnerstag bleibt grau mit, der Nebel löst sich im Tagesverlauf weitestgehend auf. Die Temperaturen steigen auf 3 °C an.

Der Freitag lässt den Wind auf Südost drehen und somit kommen wir in das Lee des bergischen Landes, womit wir die Luft etwas trockener wird und sich der Hochnebel auflöst. Die Sonne kommt heraus und die Temperaturen liegen bei 0-5 °C.

Am Samstag ziehen neue Wolken im Vorfeld eines Tiefs auf und der Wind dreht auf Südwest und frischt dabei leicht auf. Im Laufe des späten Abends setzt dazu Regen ein. Die Temperaturen liegen bei -1 bis +4 °C.

Der Sonntag lässt weitere Schauer folgen, zwischendurch kommt die Sonne heraus bei 2-5 °C.

Am Montag bricht dann auch der Atlantik durch und die milde Luft kommt an mit vielen Wolken und etwas Regen bei 7-10 °C.

Gemittelte Großwetterlage des amerikanischen GFS-Wettermodells für Heiligabend | Quelle: wetterzentrale.de

Wenn man aktuell durch die Nachrichten blättert, dann findet man alles zwischen „weiße Weihnachten“ und „Wetter-Chaos durch Sturm und Hochwasser“. Was steckt denn tatsächlich in den Wetterkarten?

Blicken wir dazu einmal auf die gemittelte Großwetterlage des amerikanischen GFS. Wir haben einerseits ein Hoch bei Azoren und ein Tief bei Island. Somit haben wir eine klassische Westlage über dem Atlantik und damit prinzipiell der Killer für jegliches Winterwetter bei uns.

Wenn wir uns dazu die Farbschattierungen anschauen, dann sehen wir ein Tal des Höhendrucks über Mitteleuropa mit einem Tief über dem Mittelmeerraum bei Italien. Das könnte zumindest für eine nördliche Strömung bei uns führen. Die Luft kommt zumindest gemittelt um das Hoch herum vom Atlantik über die britischen Inseln und die Nordsee zu uns mit schwachem Bodenhochdruck. Das wäre mehr eine Sumpflage mit Hochnebel und Nieselregen. Da dazu auch die sogenannte 552er über uns liegt, die Trennung zwischen kühler Luft aus dem Norden und warmer Luft aus dem Süden, können wir auch hier praktisch einen Haken hinter machen: Kein Winterwetter.

Also müssen wir uns die Einzelläufe anschauen. Dort gibt es mehrere Varianten, die sich einstellen könnten:

  • Szenario 1: Hoch über der iberischen Halbinsel, Tief über Großbritannien.
    Diese Variante ist zu gut 40 % in den Modellen. Diese Wetterlage wäre eine etwas brisantere Wetterlage mit Sturmpotential und einer milden Südwestströmung vor und an Heiligabend und einer anschließenden kühlen Nordwestströmung. Das wäre eine ziemlich nasse Wetterlage.
  • Szenario 2: Geblockter Atlantik mit Nordströmung.
    Diese Variante ist zu gut 30 % in den Modellen. Auch wenn die Luft dann aus dem Norden kommen würde, wäre sie wenig winterlich, weil die Feuchtigkeit nicht ausreicht, um richtig Niederschlag zu bringen. Tagsüber leichte Plusgrade, nachts leichten Frost. Es wäre eine ziemlich trockene Wetterlage.
  • Szenario 3: Hoch über Mitteleuropa.
    Es gibt auch noch die Variante, dass das Hoch zu uns wandert. Dann würden wir mehr in eine östliche bzw. südöstliche Strömung gelangen mit etwas Niederschlag und frostigen Nächten. Da könnte es zwischendurch mal anzuckern, wirklich winterlich sieht aber auch anders aus.
  • Szenario 4: Winterlage mit Tief über Mitteleuropa.
    Diese Variante ist nur vereinzelt in den Modellen berechnet. Dabei würde der Tiefdruck aus dem Nordwest in Richtung Nordsee ausbrechen und uns hochreichende Kaltluft bringen mit Schnee bis ganz runter. Es wäre gleichzeitig auch eine sehr stürmische Lage, würde einem Blizzard ähneln. Das wären weiße Weihnachten, allerdings sehr unwahrscheinlich.

Was bleibt ist eine Mini-Chance auf weiße Weihnachten, wahrscheinlich wird die Strömung an Weihnachten eher aus West kommen, dabei möglicherweise mit der Variation aus Südwest oder Nordwest, je nach zeitlicher Abfolge. Dabei relativ niederschlagsreich mit Wind und milder Luft. Das Mittel der 75 % aus Szenario 1 und 2 liegt dabei bei etwa 6 °C als Höchstwert täglichem Niederschlag.

Das ECMWF ist dabei etwas kühler, hat aber auch die Sturmlage vor Weihnachten drin mit anschließender Abkühlung und einzelnen Winterläufen. Ich denke nicht, dass es weiße Weihnachten gibt.


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